Regina Asendorf besucht den OV Wedemark: Landwirtschaft UND Tierschutz - so geht es!

  • Veröffentlicht am: 27. Januar 2017 - 19:27

Regina Asendorf, MdL, Michaela Dämmrich, Landesbeauftragte für Tierschutz und die grüne Ratsfraktion aus Pattensen zu Gast in der Wedemark

 

Wie kann ein Umsteuern in der Landwirtschaft hin zu mehr Tierschutz und Umweltschutz ganz konkret erreicht werden? Diese Frage wird derzeit immer stärker in der Öffentlichkeit diskutiert und wird auch eines der Ankerthemen der GRÜNEN in den kommenden Wahlkämpfen in Bund und Land werden. In der Wedemark gibt es bereits verschiedene große Tierställe und weitere sind geplant. Die Frage bewegt daher auch besonders den Ortsverband Wedemark, der zu diesem Thema kompetente Gäste eingeladen hatte.

Der Bau neuer Massentierställe ist jedoch nicht unausweichlich, wie ein Beispiel aus Pattensen zeigt. Dort ist im vergangenen Jahr ein Landwirt von seinen ursprünglichen Plänen abgerückt. Statt von bereits beantragten Putenmastställen hat er sich entschieden, Ställe für Legehennen für Bioeier bauen und erwartet davon einen gleichartigen wirtschaftlichen Ertrag. Regina Asendorf, Landtagsabgeordnete der GRÜNEN aus Laatzen, Michaela Dämmrich, die Tierschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen und die Mitglieder der Ratsfraktion der GRÜNEN im Gemeinderat von Pattensen konnten lebendig und detailreich von dem teils im persönlichen Gespräch, teils öffentlich geführten Diskussionsprozess berichten. Regina Asendorf konnte dabei ihre fachlichen Expertise als Agraringenieurin und langjährige Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Hannover in die vermittelnden Gespräche mit dem Landwirt einbringen und ihn auch bei seinen weiteren Schritten, z.B. bei der Region Hannover, unterstützen.

Zahlreiche Fragen wurden erörtert. So wies Regina Asendorf auf die fehlenden Infrastruktur für die Schlachtung von Bio-Hähnchen und für die Vermarktung von Bio-Milch in Niedersachsen und auf neue Entwicklungen in der Landwirtschaftspolitik hin. Auch die neue Düngeverordnung könnte besonders in Wasserschutzgebieten wie dem Fuhrberger Feld für die Entscheidungen von Landwirten relevant sein. Sie ermutigte auch die GRÜNEN der Wedemark, in Gesprächen mit Landwirten nach Lösungen zu suchen und bot dabei ihre Mitarbeit an. „Das war ein äußerst informativer Abend“, war sich Eike Lengemann, der zukünftige Direktkandidat der GRÜNEN im Bundestagswahlkreis 43, mit den Mitgliedern des Grünen Ortsverbandes einig.

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