Stellungnahme der Fraktion der Grünen: Verkehrskonzept Diersrahe

  • Veröffentlicht am: 19. April 2017 - 22:40

Sie sehen die PKW - Verbindung zum Gewerbegebiet als den entscheidenden Fehler des jetzt gewählten Kompromisses. Die Anbindung an das Gewerbegebiet wurde bereits im März mit den Stimmen der CDU beschlossen. Die GRÜNEN und damals auch noch die SPD hatten im Ortsrat dagegen gestimmt. Damit wird zukünftig Durchgangsverkehr in die Haupterschließungsachse des neuen Baugebietes gezogen, der nicht als Ziel- oder Quellverkehr zu den Wohngebieten Bissendorf-West oder Diersrahe selbst gehört. Der jetzt ausgehandelte Kompromiss bewirkt zwar, dass die Anwohner des bestehenden Gebietes Bissendorf-West voraussichtlich vor den Auswirkungen von Durchgangsverkehr geschützt bleiben. Dagegen werden die Anwohner der Haupterschließungsachse des Gebietes Diersrahe doppelt belastet. Sie werden nicht nur von Anfang an den Verkehr von und zum Gewerbegebiet erdulden müssen. Nach der beabsichtigten Sperrung des Dieter-Mysegades-Weges wird dann auch der Verkehr des bestehenden Gebietes über den nördlichen Abschnitt der neuen Hauptachse rollen. Auch dort sollen aber junge Familien mit Kindern einziehen. „Die Verkehrsprobleme des Westerfeldwegs dürfen nicht durch bloße Verschiebung gelöst werden. Die Politik hat die Aufgabe, auch bereits absehbare zukünftige Probleme zu vermeiden. Es kann nicht sein, sich mit dem Verweis auf die Kaufentscheidung zukünftiger Erwerber aus der Verantwortung zu stehlen. “ Die Grünen plädieren daher dafür, keine Verbindung in das Gewerbegebiet zu planen. Damit blieben beide Gebiete von Durchgangsverkehr verschont. Es verbliebe lediglich der Ziel- und Quellverkehr aus den beiden Gebieten, der sich auf zwei Anbindungen zur Scherenbosteler Straße verteilen könnte. Diese Möglichkeit war eine der ursprünglich von der Initiative vorgeschlagenen Varianten für die Verkehrserschließung.