Für ein umfassendes Hitzeschutz-Aktionsprogramm setzen sich die Grünen Wedemark ein. Ein entsprechendes Konzept hat die Partei jetzt vorgelegt.
„Die menschengemachte Klimakrise führt dazu, dass extreme Wetterereignisse unser Leben bedrohen. Dadurch treten in den Sommermonaten auch extreme Hitzewellen immer häufiger, immer früher im Jahr und über einen längeren Zeitraum auf. Hier sind Schutz und Vorsorge geboten“, schreiben die Grünen in ihrem Programm. „Hitze ist längst eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit, besonders für ältere und pflegebedürftige Menschen, für Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch für Kinder.“
Laut Robert-Koch-Institut sind in diesem Sommer bereits mehr als 16.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben.
„Hitzeschutz ist deshalb eine kommunale Pflichtaufgabe, die wir jetzt konsequent weiterentwickeln müssen“, betont Norbert Bakenhus, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. „Dafür müssen wir keine neuen Stellen in der Verwaltung schaffen, sondern die vorhandenen Kompetenzen besser vernetzen. Wenn Gesundheitsvorsorge, Bevölkerungsschutz, Klimaanpassung und Tierschutz Hand in Hand gehen, können wir Menschen und Tiere wirksam vor den Folgen extremer Hitze schützen und die Wedemark zukunftsfest aufstellen.“
Die Grünen fordern, den Hitzeschutz in der Gemeinde Wedemark als verbindliche Querschnittsaufgabe zu verankern und die bestehenden Maßnahmen ämterübergreifend weiterzuentwickeln. Ziel ist ein Maßnahmenplan, der insbesondere Kinder, ältere Menschen, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderung besser vor Hitze schützt. Auch der Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren soll künftig stärker berücksichtigt werden.
Hierzu haben die Grünen einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, der auch als Antrag in den Rat eingebracht werden soll. Hintergrund sind die zunehmende Zahl von Hitzeperioden. Extreme Hitze zählt bereits heute zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken und stellt Kommunen vor neue Herausforderungen in der Gesundheitsvorsorge, der Klimafolgenanpassung und im Bevölkerungsschutz.
„Unser Plan sieht vor, die vorhandenen Kompetenzen von Gemeindeverwaltung, Hilfsorganisationen und weiteren Akteuren besser zu vernetzen und einsatzfähiger zu machen. Gemeinsam mit den Feuerwehren, Sozialverbänden, Hilfsorganisationen und Gremien wie dem Seniorenbeirat soll bis Mitte 2027 ein abgestimmter Maßnahmenplan entwickelt werden. Zudem sollen Informationsangebote ausgebaut, Fördermöglichkeiten besser genutzt und die Bevölkerung frühzeitig und zielgruppengerecht über Schutzmaßnahmen informiert werden“, ergänzt Dr. Cornelia Blume, Bürgermeisterkandidatin der Grünen in der Wedemark.