Ortsverband Wedemark

Sechs Sitze gehalten, mehr Stimmen gewonnen: Grüne Wedemark sehen sich bestätigt

18.09.2026
Sechs Sitze gehalten, mehr Stimmen gewonnen: Grüne Wedemark sehen sich bestätigt

Wedemark. Sechs Sitze gehalten, absolut mehr Stimmen gewonnen und künftig mit vier Frauen im sechsköpfigen Team: Die Grünen Wedemark ziehen eine positive Bilanz der Kommunalwahl. Trotz politischen Gegenwinds erreichte die Partei 15,66 Prozent. Das sind lediglich 0,38 Prozentpunkte weniger als 2021. Gleichzeitig stieg die absolute Stimmenzahl von 7.491 auf 8.131 Stimmen – ein Plus von 640 Stimmen.

„Darauf bin ich sehr stolz“, sagt Marco Kurz, Co-Vorsitzender der Grünen Wedemark. „In einem für die Grünen schwierigen politischen Umfeld haben wir unsere sechs Sitze verteidigt und gleichzeitig mehr Stimmen erhalten. Das ist für uns ein starkes Ergebnis.“Als einen weiteren Gewinner der Wahl sehen die Grünen die Wählergemeinschaft Wedemark (WGW), die ihre Zahl der Sitze im Gemeinderat von einem auf zwei verdoppeln konnte. Kurz sieht darin auch eine Bestätigung der Zusammenarbeit der vergangenen Wahlperiode, die neben der WGW auch WWR und Tierschutzpartei einschloss.„Für uns ist die WGW einer der klaren Wahlsieger dieser Wahl. Dazu gratulieren wir herzlich“, sagt Kurz. „Wir haben in den vergangenen Jahren mit WGW, WWR und Tierschutzpartei gezeigt, dass eine verlässliche Zusammenarbeit jenseits klassischer Parteigrenzen funktionieren kann, wenn konkrete Verbesserungen für die Wedemark im Mittelpunkt stehen.“Auch das eigene Abschneiden führen die Grünen auf ihre Arbeit im Gemeinderat zurück. „Wir hatten immer den Anspruch, eine fleißige Fraktion zu sein: Themen gründlich bearbeiten, Anträge schreiben, Mehrheiten suchen und Dinge tatsächlich voranbringen“, so Kurz. „Unser Eindruck aus vielen Gesprächen ist, dass diese Arbeit wahrgenommen wurde. Dass wir unsere sechs Sitze halten und die WGW ihre Sitzzahl verdoppeln konnte, verstehen wir auch als Bestätigung dieses gemeinsamen Kurses.“Für die Grünen ziehen Cornelia Blume, Birka Düerkop, Bettina Arasin, Norbert Bakenhus, Elvira Jürgens und Jörg Remmers in den Gemeinderat ein. Vier der sechs Ratsmitglieder sind Frauen.Auch in den Ortsräten bleiben die Grünen breit vertreten. Mandate errangen sie in Bissendorf, Bissendorf-Wietze, Brelingen, Resse, Elze/Meitze sowie Mellendorf/Gailhof. Gewählt wurden Cornelia Blume und Helen Marlena Wende in Bissendorf, Philipp Kärgel in Bissendorf-Wietze, Bettina Arasin in Brelingen, Frank Krickel in Resse, Ingemar Becker und Jörg Remmers in Elze/Meitze sowie Birgit Luttermann und Marco Kurz in Mellendorf/Gailhof.„Inhalte statt Materialschlacht“Im Wahlkampf hätten die Grünen bewusst versucht, politische Inhalte in den Vordergrund zu stellen. Genannt werden insbesondere Klima- und Naturschutz, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an demokratischen Prozessen sowie eine verlässliche ärztliche und gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum.„Wir wollten mit konkreten Ideen überzeugen und mit den Menschen ins Gespräch kommen – nicht mit einer möglichst großen Zahl unterschiedlicher Gesichter auf Plakaten“, sagt Kurz.Dabei seien die finanziellen Voraussetzungen der Parteien sehr unterschiedlich gewesen. Nach Angaben des Ortsverbandes konnten die Grünen nur einen Bruchteil der Mittel einsetzen, die bei größeren Parteien für den Kommunalwahlkampf zur Verfügung standen.„Gegenüber der Materialflut und dem enormen finanziellen Aufwand, den wir teilweise erlebt haben, waren unsere Möglichkeiten sehr begrenzt“, sagt Kurz. „Wir haben deshalb auf das gesetzt, was wir haben: engagierte Mitglieder, persönliche Gespräche und politische Inhalte. Dass wir damit sechs Sitze halten und sogar zusätzliche Stimmen gewinnen konnten, macht dieses Ergebnis für mich besonders wertvoll.“Dank an Mitglieder und Cornelia BlumeBirgit Luttermann, Co-Vorsitzende der Grünen Wedemark, sieht hinter dem Wahlergebnis vor allem den großen ehrenamtlichen Einsatz des Ortsverbandes.„Dieses Ergebnis gehört unseren Mitgliedern. Viele haben über Wochen und Monate unglaublich viel Zeit und Kraft investiert – beim Plakatieren, an Infoständen, bei Veranstaltungen und in unzähligen persönlichen Gesprächen. Dafür danke ich allen von Herzen“, sagt Luttermann.Einen besonderen Dank richtet sie an Cornelia Blume, die für die Grünen als Bürgermeisterkandidatin angetreten war: „Cornelia hat mit enormem persönlichem Einsatz, großer Sachlichkeit und viel Leidenschaft für unsere Inhalte gekämpft. Sie hat auch bei deutlichem Gegenwind Haltung gezeigt. Dafür gebührt ihr unser ganz besonderer Dank.“Glückwunsch an Florian LübeckDie Grünen gratulieren außerdem Florian Lübeck zu seiner Wahl zum Bürgermeister.„Wir gratulieren Florian Lübeck zu seinem Wahlerfolg und wünschen ihm für seine neue Aufgabe eine glückliche Hand“, erklären Luttermann und Kurz. „Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt geht es darum, Verantwortung für die gesamte Wedemark zu übernehmen. Wo es um gute Lösungen für unsere Gemeinde geht, werden wir konstruktiv zusammenarbeiten und zugleich unsere grünen Positionen selbstbewusst vertreten.“Für die kommende Wahlperiode sehen sich die Grünen gut aufgestellt. „Sechs Ratsmitglieder, eine starke Vertretung in den Ortsräten und viele engagierte Mitglieder sind eine gute Grundlage“, sagt Kurz. „Unser Anspruch bleibt derselbe: fleißig arbeiten, zuhören und konkrete Dinge für die Wedemark voranbringen.“

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