„Das Maß ist voll“: Grüne fordern ein Ende des Bodenabbaus in der Wedemark

„Das entspricht dem Volumen von mehr als 25.000 großen Kipplastern, die auf den Straßen der Wedemark unterwegs sind. Dieser Schwerlastverkehr sorgt für Lärmbelastung und stellt in vielen Ortschaften eine Gefahr gerade für Schulkinder dar“, ergänzt Co-Sprecher Marco Kurz.
Da abgebauter Kies und Sand ganz überwiegend in die Herstellung von Beton fließen, würde dies bedeuten, dass damit jährlich bis zu 150.000 Tonnen Beton produziert werden. Die dafür erforderlichen ca. 30.000 Tonnen Zement verursachen einen CO2-Ausstoß von etwa 18.000 Tonnen. Das entspricht nach einem Klimabericht der Region Hannover für die Gemeinde Wedemark der CO2-Emmission von mehr als 2.000 Bürgerinnen und Bürgern (8,5 t je Einwohner).
Der Rat der Gemeinde hat sich am 27. Oktober 2025 mehrheitlich für eine entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen. Die Ratsmitglieder von Bündnis 90/ Die Grünen haben der Vorlage nicht zugestimmt.
„Uns ist klar, dass die Region Hannover hier die Entscheidungen trifft. Für uns ist das aber nicht nur eine Formalie, sondern eine Frage des Prinzips. Wir heben keine Hand mehr für die weitere Ausplünderung unserer Natur“, so Fraktionsvorsitzender Norbert Bakenhus.
Vorstandssprecherin Birgit Luttermann betont: „Wir werden uns gegenüber der Region dafür einsetzten, dass der Bodenabbau im künftigen Raumordnungsprogramm begrenzt wird. Wir wollen unseren Kindern eine Erde hinterlassen, die nicht weiter ausgebeutet und ausgeraubt wird, auch nicht hier vor Ort in der Wedemark.“
