Grün+3: Gemeinsame Gruppe mit WWR, WGW und Tierschutzpartei: „Mutlose Entscheidung“: Wir bedauern die Fortsetzung der Großen Koalition

  • Veröffentlicht am: 15. November 2021 - 14:18

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Mit Enttäuschung haben die Grünen Wedemark auf die Ankündigung von SPD und CDU reagiert, über die Fortsetzung der Großen Koalition zu verhandeln.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Michael Papke:

„Wir hätten gerne in einer Koalition mit Verantwortung übernommen, um die Wedemark zum Beispiel beim Klimaschutz und der Verkehrswende zügig voran zu bringen. In ersten Gesprächen gab es mit beiden Parteien viele inhaltliche Schnittmengen. Leider hat sich letztlich die SPD nicht dazu durchringen können, auch mit WWR und Tierschutzpartei eine Ratsmehrheit zu bilden. Diese in unseren Augen recht mutlose Entscheidung haben wir zu akzeptieren.

Wir werden nun in neuer Stärke unsere Themen in die Ratsarbeit einbringen und sehr aufmerksam verfolgen, ob die Koalition ihre im Wahlkampf verkündeten ehrgeizigen Klimaziele auch tatsächlich konsequent umsetzt. Ohne eine Vielzahl von Maßnahmen, Projekten und der Aufwendung erheblicher Haushaltsmittel wird es nicht gelingen, die Wedemark bis 2030 klimaneutral zu machen. Wir sind gerne bereit, unseren konstruktiven Beitrag dazu zu leisten.“

Bereits zu Beginn der neuen Ratsperiode wollen die Grünen und ihre Partner verschiedene Anträge zum Umwelt- und Klimaschutz vorlegen.

„Als ersten Schritt werden wir beantragen, 2,5% der Haushaltsmittel für den Ausbau erneuerbarer Energien bereitzustellen. Wir wollen erreichen, dass die Gemeinde bis zum Ende der Ratsperiode mindestens 60 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbarer Energie decken kann. Dafür gilt es nun, keine Zeit zu verlieren. Wir bleiben dabei: Ein Weiter-so darf es nicht geben. Daran werden wir die Koalition immer wieder erinnern“, so Grünen-Vorstandsmitglied Norbert Bakenhus.

Der kürzlich gebildeten Gruppe von Bündnis 90/ Die Grünen, Jens Klingebiel (Tierschutzpartei) und Jörg Woldenga (WWR) ist nunmehr auch Patrick Cordes (WGW) beigetreten. Damit verfügt die Gruppe, die sich den Namen „Grün plus 3“ gegeben hat, im neuen Rat über insgesamt neun Sitze.