Grüne aus der Wedemark und Langenhagen auf Tour: Mehr Platz fürs Rad

  • Veröffentlicht am: 16. August 2021 - 13:47

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Die Grünen-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, Frauke Patzke und der Grünen-Bürgermeisterkandidat für die Wedemark, Michael Papke mit den Grünen aus der Wedemark und Langenhagen an der Stucke-Kreuzung in Mellendorf© Die Grünen

Am Donnerstag den 12.08.2021 waren drei ungewöhnliche Personen am Straßenrand in Mellendorf zu sehen. Drei große Puppen unterhielten sich über den Straßenverkehr in der Wedemark, der für Radfahrer mehr als eine große Herausforderung ist. Michael Papke, Bürgermeisterkandidat der Wedemärker Grünen sagt dazu: „Alle Verkehrsteilnehmer haben das Recht darauf sich sicher zu bewegen. Die Wedemark will eine Wohlfühlgemeinde sein, das würden Radfahrer wohl anders sehen.“Die Wedemärker Grünen forderten zusammen mit einer großen Delegation von Grünen aus Langenhagen die Verlängerung des geplanten Radschnellweges von Hannover nach Mellendorf. Bisher soll dieser in Kaltenweide/Langenhagen enden. Frauke Patzke, Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, versichert in Ihrer Amtszeit die Mobilitätswende in der Region Hannover umzusetzen. „Nachdem andere Länder wie die Niederlande und Dänemark die Verkehrswende schon umgesetzt haben, merken wir in Deutschland, dass wir 20 Jahre hinterher hängen.“ Patzke meint, dass auch in Deutschland der erste Schritt mit einer Gleichberechtigung zwischen Fußgänger Autofahrer und Fahrradfahrer umgesetzt werden muss.Auf die Frage wo die Grünen Handlungsbedarf in der Wedemark sehen, antwortet Michael Papke: „Die Frage wäre leichter zu beantworten, wo wir keinen Handlungsbedarf mehr sehen würden!“ Die Gemeinde habe laut Papke ein sehr gut geeignetes Radwegekonzept. „Es ist eigentlich schon peinlich, dass dieses sehr gute Konzept in einer Verwaltungsschublade gelandet ist,“ meint Papke. Laut dem Grünen Bürgermeisterkandidaten ist es sein Ziel, diesen Plan sofort in die Tat umzusetzen. „Es ist ein Teil unseres Klima-Sofort-Programms für die Wedemark“, sagt Papke. Weiter ist er der Meinung, dass ein Bürgermeister kein Dienstauto bräuchte. Dienstfahrräder würden es auch tun. „Hätten wir mehr davon im Rathaus, dann wäre vielleicht auch dort in der Führungsspitze klar, wie nötig ein Ausbau der Radwege ist.“Für die Grünen ist es klar, dass die Wedemark eine Pendlergemeinde ist und 80% eben mit dem Auto zur Arbeit fahren. „Allerdings wollen wir es attraktiver machen die innerörtlichen Wege mit dem Fahrrad zu bewältigen.“ Es gäbe ja auch viele Verkehrsteilnehmer, die nur mit dem Fahrrad fahren könnten. Keiner würde es wollen, dass die Grundschulen mit einem Drive-In Schalter ausgestattet würden. Besser wäre es wenn sich die Eltern sicher sein könnten, dass die Kinder ohne Gefahr mit dem Fahrrad, Roller oder zu Fuß zur Schule gehen. Neben  Angeboten wie der Sprinti, Carsharing wäre es auch interessant, öffentlich zugängliche Lastenräder anzubieten. Auch Querungshilfen wären leicht zu errichten. Alles im allem sind auch die Verkehrsunfälle mit Fahrradbeteiligung einfach zu hoch. Deswegen setzen sich die Grünen auch für ein Tempolimit von 30km/h innerorts ein. „Jedes Jahr verunfallen in der Wedemark über 30 Radfahrer. Wir wollen erreichen, dass jeder unbeschwert und sicher in unserer Wohlfühlgemeinde fahren kann. Dafür lasse ich mich gerne als Bürgermeister der Wedemark in die Pflicht nehmen“ verspricht Michael Papke.

 

Auf dem Weg in die Wedemark ist der Langenhagener Delegation an vielen Stellen aufgefallen, dass der Radweg an vielen Stellen zu schmal und auch mit vielen Schäden überzogen ist. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, wurden an vielen Stellen mit Sprühkreide Markierungen auf dem Weg angebracht: „Mehr Platz fürs Rad“ ist zusammengefasst das Fazit des heutigen Treffens.