GRÜNEN-Fraktion befürwortet den Fortbestand der Berthold-Otto-Schule

  • Veröffentlicht am: 15. April 2018 - 13:23

Nach einem ausführlichen Gespräch mit der Leitung der BOS unterstützt die Fraktion der GRÜNEN im Gemeinderat einen Fortbestand der BOS bis 2027/28. 

Die Leitung der BOS hatte Ende letzten Jahres die Gemeinde und die Fraktionen angeschrieben und gebeten, bei den zuständigen Landesbehörden den Bestandschutz zu beantragen. CDU-Fraktion und FDP/Bündnis C-Gruppe hatten daraufhin einen entsprechenden Antrag in den Rat eingebracht.

„Die GRÜNEN stehen zu dem Ziel der Inklusion von Kindern mit dem Förderbedarf Lernen gemäß Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention“ so Wilhelm Lucka, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Gemeinderat. „Dies bleibt weiterhin eine dringliche Aufgabe der Politik. Es hat sich jedoch gezeigt, dass unter den gegebenen Umständen die beabsichtigte Inklusion lernschwacher Kinder an den Regelschulen bisher nicht befriedigend umgesetzt werden konnte.“

Die Weiterentwicklung der inklusiven Schule unter der rot-grünen Landesregierung traf zusammen mit weiteren Herausforderungen in der Bildungspolitik, die den Einsatz von zusätzlichen Ressourcen, vor allem an Lehrkräften, erforderten: der Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren (G9), dem Ausbau der Ganztagsbetreuung aufgrund des starken Drucks der zunehmenden Berufstätigkeit beider Eltern, der Sprachvermittlung und Integration der Kinder von Geflüchteten ab 2015.

Das Wahlprogramm der GRÜNEN zur Landtagswahl 2017 sieht vor, den Prozess der Inklusion anhand der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort weiterzuführen und Raum für regionalspezifische Lösungen im Übergangsprozess zu geben.

„Wenn sich konkrete Möglichkeiten ergeben, im kurz- und mittelfristigen schwierigen Prozess der Umsetzung von Inklusion Entlastung und zusätzliche Unterstützung für die diejenigen zu schaffen, die sie benötigen, sollten diese Möglichkeiten genutzt werden. werden. Es geht hier um junge Menschen, für die letztlich ein erfolgversprechender Weg zu ihrer Integration in die Gesellschaft gefunden werden muss“,  so Lucka.

Er weist darauf hin, dass die Gemeinde Wedemark in der besonderen Lage ist, bereits ein Gebäude zu besitzen, das alle räumlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer solchen Förderschule ab Klassenstufe 5 bietet. „Die Räume und Ausstattungen dort sind hervorragend!“

Eine enge Kooperation mit anderen Schulen und eine hohe Durchlässigkeit sollte bei weiterem Bestehen der BOS selbstverständlich sein. So müsste mit Unterstützung der Landesschulbehörde sichergestellt werden, dass die Schülerinnen und Schüler der BOS auch nach dem Auslaufen der Konrad-Adenauer-Schule weiterhin die Möglichkeit haben, den Hauptschulabschluss zu erlangen, beispielsweise durch eine entsprechende Kooperation mit der IGS.