Pressemitteilung : GRÜNE kritisieren die schleppende Nachbesetzung der Stelle der Umweltschutzbeauftragten

  • Veröffentlicht am: 17. Juli 2018 - 9:46
foto©wilhelm_lucka.jpg

„Es war der erklärte Wille des Rates, dass Frau Schwertmann, die langjährige Stelleninhaberin, die Möglichkeit erhält, vor Ihrem Ausscheiden ihre Nachfolger*in einige Monate lang einzuarbeiten. Für diese vorübergehende Doppelbesetzung hatte der Rat bei der Verabschiedung des Haushaltes bewusst die erforderlichen Mittel im Stellenplan eingeplant“, erläuterte Wilhelm Lucka als Fraktionsvorsitzender den Sachverhalt. „Dazu hätte aber bereits zeitig im Frühjahr die Stellenausschreibung erfolgen müssen. Der viel beschworene Vorrang für die Belange der Umwelt muss sich doch auch darin ausdrücken, mit welchem Nachdruck eine solch wichtige Stelle neu besetzt wird. Inzwischen steht Frau Schwertmann zwei Monate vor dem Ruhestand, die Stellenausschreibung hat zwar stattgefunden, aber noch immer kein Auswahlverfahren. Es ist klar, dass eine rechtzeitige Neueinstellung jetzt nicht mehr möglich sein wird. “

 

Ein Wissenstransfer von Person zu Person wäre nach Meinung der GRÜNEN gerade im Arbeitsgebiet der Umweltschutzbeauftragten notwendig. Frau Schwertmann hatte im letzten Fachausschuss für Planen, Bauen und Umwelt eindrucksvoll ihr weitgespanntes und komplexes Arbeitsgebiet dargestellt. Es geht um den Umgang mit Flächen, Aufgaben und vor allem mit all den Menschen, die dabei Partner sind. Dies alles in der Position einer Stabsstelle, also unmittelbar dem Bürgermeister zugeordnet.

 

„Dieses Wissen lässt sich nicht nur über Aktennotizen weitergeben. Frau Schwertmann hat unter anderem in den letzten Jahren die Erarbeitung eines Biotopverbundkonzeptes eingeleitet und die ersten Schritte zu seiner Realisierung geleistet. Unsere Fraktion hatte 2014 den Antrag dazu eingebracht. Heute ist das damit verbundene Ziel, die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt, endlich in seiner Dringlichkeit allgemein anerkannt. So hat die neue Bundesregierung ein Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ aufgelegt und auch die Region Hannover hat ein Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft gestartet. Die spezifischen Ansätze in der Wedemark müssen nun in den nächsten Jahren verstetigt und weiter ausgebaut werden. Auch die naturnahe Entwicklung unserer Fließgewässer ist immer noch eine große Aufgabe. Da wäre es hilfreich, wenn der oder die Neue in der Wedemark nicht von Null beginnen müsste, sondern bereits eingeführt wäre.“