Antrag zur Ratssitzung am 16.09.2019: Mehr Anstrengungen für den Klimaschutz auch auf Gemeindeebene

  • Veröffentlicht am: 26. September 2019 - 12:32

Die grüne Ratsfraktion im Rat der Gemeinde Wedemark fordert mit einem Antrag zur Ratssitzung am 16.09.2019 verstärkte Anstrengungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes.

Am 16.09 hat die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN folgenden Antrag eingebracht:

„Die Gemeinde Wedemark entwickelt das 2009 aufgestellte Klimaschutzprogramm der Gemeinde weiter, um auf dieser Grundlage deutlich verstärkt aktiven Klimaschutz zu betreiben. Elemente dieser Initiative sollen sein:

  • Neue Bauvorhaben der Gemeinde sind als mindestens klimaneutrale Bauvorhaben auszuführen und generell mit Solarthermie-, Geothermie- und/oder Fotovoltaikanlagen auszustatten.
  • Die Möglichkeiten, die Energieeffizienz im Bestand weiter zu erhöhen, sind anzugehen. Hierzu ist dem Rat eine Prioritätenliste vorzulegen.
  • Es ist zu prüfen, welche gemeindeeigenen Bestandsgebäude zusätzlich mit Solaranlagen ausgestattet werden können. Auch hierzu ist eine Prioritätenliste vorzulegen.
  • Bei der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete sind klimaneutrale Bauweisen im Rahmen der Bauleitplanung, ggf. auch durch städtebauliche Verträge, abzusichern.

Begründung :

Die Gemeinde hat 2009 ein Klimaschutzaktionsprogramm aufgestellt und in den folgenden Jahren zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz durchgeführt. Diese Maßnahmen sind zuletzt im Klimaschutzbericht 2011-2016 zusammenfassend dargestellt worden. Im Rahmen  von Klimaschutz und Klimaanpassung sind inzwischen jedoch verstärkte Anstrengungen auf diesem Gebiet geboten, um die Gemeinde Wedemark zukunftsfähig zu halten.

Wie für alle Ebenen des Staates gilt auch für die Gemeinde Wedemark das Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Das Ziel einer bilanziellen Energieautarkie ist ohne Zeitangabe auch bereits im Rahmen des GEP aufgestellt worden. Die nicht nur klimatischen Entwicklungen der letzten Jahre legen nahe, zusätzlich weitere Anstrengungen unter dieser Zielsetzung zu unternehmen.  Von daher erscheint es geboten, durch Maßnahmen auf den Gebieten der Energieeffizienz und der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen einen notwendigen Ausgleich zu schaffen. Eine Senkung der CO2-Bilanz der Gemeinde ist bisher nicht absehbar und wird zusätzlich erschwert durch:  

  • den Stopp beim Ausbau der Windenergie in der Region Hannover,
  • die Neuausweisung neuer Wohngebiete ( z.T. realisiert), die alle auf verschiedene Weise den Energieverbrauch steigern,
  • durch Neubauten der Gemeinde, wie Kitas, Schulerweiterungen und einer Sporthalle mit zusätzlichem Energiebedarf
  • sowie notwendige neue technische Maßnahmen im Bestand, wie die Lüftungsanlagen im Schulzentrum, die weiteren Energiebedarf erfordern.“

Die Fraktion hat um Überweisung des Antrags in den zuständigen Fachausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz gebeten, wo er weiter beraten wird.